20. Mai 2018
Martin Vahrenhorst zu einem aktuellen Thema:

An Pfingsten dem Heilige Geist auf der Spur


„Was glaubst du vom Heiligen Geist?“, fragt der Heidelberger Katechismus. Was würden Sie antworten? Unter Gott können sich viele Menschen etwas vorstellen. Jesusgeschichten sind auch nicht gänzlich unbekannt. Aber was kann man vom Heiligen Geist erzählen?

Gleich der zweite Vers der Bibel spricht von ihm – bzw. von ihr, denn in der Originalsprache ist der Geist weiblichen Geschlechts: „Und die Geistkraft Gottes schwebte über dem Wasser“ (Gen 1,2). Man könnte vielleicht sagen: Gottes Geist ist die Art und Weise, in der Gott in der Welt gegenwärtig ist. Man kann ihn nicht sehen, aber spüren – im Hebräischen sind Geist und Wind das gleiche Wort: Ruach. Der Heidelberger Katechismus beantwortet die Frage nach dem Geist u. a. so: „Er ist auch mir gegeben…“, dann wäre Gott nicht nur in der Welt gegenwärtig, sondern auch in mir und meinem Leben? Wie kann das gehen? Nun, haben sie sich schon einmal gefragt, warum sie auf einer kirchlichen Internetseite eine Andacht lesen? Warum interessieren sie sich dafür? Was bringt sie dazu, mehr oder weniger Zeit mit Glaubensfragen zu verbringen? Eine Antwort auf diese Fragen könnte sein: Irgendetwas reizt mich daran, irgendetwas lässt mich glauben oder bringt mich dazu, Glaubensfragen zu stellen. Mit dieser Antwort wären Sie dem Heiligen Geist auf der Spur. Er ist das, was den Glauben für Sie attraktiv macht. Er ist die Kraft, die Sie trotz aller Zweifel trägt. Er ist der Esprit, der sie neugierig sein und bleiben lässt.

Der Heidelberger Katechismus hat über den Heiligen Geist noch mehr zu erzählen: „Er tröstet mich und wird bei mir bleiben in Ewigkeit.“ Wenn Sie getröstet werden, dürfen Sie damit rechnen, dass Gottes Geist Sie berührt hat. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Pfingstfest.





Zurück