01. Dezember 2018
Michael Schäfer zu einem aktuellen Thema:

Ein Lichtlein brennt


Jetzt ist wieder Advent mit seinen Lichtern, seiner Freude, seinen Gerüchen, seiner Hoffnung. Und nur manchmal fällt mir ein, dass Advent eigentlich einmal eine Bußzeit war, an deren Ende erst die Botschaft von dem Gott stand, der die Liebe ist. Darum sind manche alte Adventslieder so schwermütig.

Unser Advent ist anders. Und er hat auch sein Recht. Wir dürfen aufatmen, uns Luft machen, ein Licht anzünden gegen alle Finsternis. Wir dürfen unsere Dankbarkeit feiern und leben. Dankbar bleiben dafür, wieviel wir Gott wert sind, dass er kommen will, sein Volk zu besuchen. Dankbar bleiben, dass Gott Mensch wird, nicht in den Palästen dieser Welt, sondern in einer schäbigen Hütte, einem Stall, wo Ochs und Esel wohnen.

Und wir dürfen diese Freude teilen.

Darum darf der Advent auch eine fröhliche, eine laute Zeit sein und zugleich eine stille, eine besinnliche Zeit. Alles kann helfen, uns vorzubereiten auf Gott, der Mensch wird und der will, dass besonders denen geholfen wird, die ohne Obdach, ohne Freude, ohne Essen sind.

 

Losung für Samstag, den 1.12.2018:

Die dein Heil lieben, lass allewege sagen: Hoch gelobt sei Gott! Psalm 70,5

Alles Volk freute sich über alle herrlichen Taten, die durch Jesus geschahen. Lukas 13,17

 

Im evangelischen Gesangbuch steht ein Morgengebet 865:

Schöpfer des Lichts, Sonne meines Lebens,

ich danke dir für diesen neuen Tag.

Hilf mir, deinen Willen zu erkennen und zu tun.

Gib mir Kraft für die Aufgaben, die mir gestellt sind …

Gib mir Mut für die Schritte, die ich tun muss …

Gib mir Liebe zu den Menschen, die mir begegnen …

Lass mich erfahren, dass du mir nahe bist in allem, was heute geschieht.

 





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