02. Juni 2022

Dekansamt neu denken – Tagung der Bezirkssynode des Kirchenbezirks Homburg


Die vierte Tagung der Bezirkssynode Homburg hat sich am 1. Juni in Ramstein mit dem Amt der Dekanin bzw. des Dekans befasst.

Die vierte Tagung der Bezirkssynode Homburg hat sich am 1. Juni in Ramstein mit dem Amt der Dekanin bzw. des Dekans befasst. Die Landessynode hat ein Gesetzgebungsverfahren zur Änderung der Kirchenverfassung auf den Weg gebracht. Die Bezirkssynode hat dazu eine gutachterliche Stellungnahme abgegeben.

Zur Sache: Das Amt der Dekanin/ des Dekans ist im Wandel begriffen. Es sind in den vergangenen Jahren mehr Aufgaben auf die sogenannte mittlere Ebene übertragen worden, unter anderem wird im Kirchenbezirk über die Finanzierung von Baumaßnahmen entschieden oder das Personalbudget umgesetzt.

Deshalb soll das Dekansamt, das bisher eine Gemeindepfarrstelle mit zusätzlicher Dekansfunktion war, in Zukunft als Pfarrstelle auf Kirchenbezirksebene mit gemeindlichen Aufgaben im gesamten Kirchenbezirk, nicht nur in einer einzelnen Kirchengemeinde, beschrieben werden.

Zudem soll die Stellvertretung in Zukunft aufgewertet werden; an die Stelle einer reinen Abwesenheitsvertretung tritt eine ständige Stellvertretung. Die heute zunehmend unverständliche Bezeichnung „Senior*in“ soll durch „stellv. Dekan*in“ ersetzt werden.

Die Ausübung der Dekansfunktion soll außerdem für Stellenteilung geöffnet werden.

Die Synodalen haben in mehrstündiger Debatte unterschiedliche Standpunkte diskutiert. Am Ende wurde die Stellungnahme mit großer Mehrheit verabschiedet. Darin werden Vorschläge gemacht, einzelne Bestimmungen zu präzisieren und zu ergänzen.

Die 15 Bezirkssynoden der Evangelischen Kirche der Pfalz werden im Laufe des Jahres 2022 ihre Stellungnahmen abgeben. Danach wird die Landessynode über die Verfassungsänderung entscheiden.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt berichtete Dekan Dr. Thomas Holtmann von der jüngsten Tagung der Landessynode 18. bis 21. Mai 2022:

  • Die Synode hat sich mit dem Krieg in der Ukraine befasst und eine Stellungnahme zur friedensethischen Diskussion abgegeben.
  • Es wurde ein Gesetz zur effizienteren Nutzung kirchliche Gebäude verabschiedet. Darin wird geregelt, dass die Gebäudelasten in den kommenden Jahren um 30 % sinken sollen und der CO2-Ausstoß der kirchlichen Gebäude bis 2035 um 90 % vermindert werden soll.




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