15. August 2020
Ulrich Hammer zu einem aktuellen Thema:

Die Seele weiten


Corona hat alles verändert. Unser ersehnter Sommerurlaub nach Schweden fiel aufgrund der Reisewarnungen aus. So haben wir die Landkarte von Deutschland genommen und nach eher unbekannten Zielen gesucht.

Fündig geworden sind wir unter anderem in der Sächsischen Schweiz, im Elbsandsteingebirge. Es war einfach wichtig - auch in Coronazeiten – die eigene Wände länger zu verlassen, um neue Landschaften mit dem Wohnmobil zu durchqueren, die Weite zu genießen und einfach in die Ferne zu sehen.

Und es war auch wichtig die Seele baumeln zu lassen. Ich glaube einfach nicht daran, dass wir Menschen von Gott als Arbeitstiere ohne Freizeit gedacht sind. An manchen Orten können wir das körperlich spüren. Du stellst meine Füße auf weiten Raum. Mir ging das so bei den atemberaubenden Aussichten in Elbsandsteingebirge. Die Enge, die mich in den letzten Wochen niedergedrückt hatte, wich einem Aufatmen der Seele.

Ich glaub auch, dass Gott will, dass wir diese Weite unseres Lebens und unserer Möglichkeiten immer wieder neu bedenken, entdecken oder von Neuem gewinnen. Das mag zur Zeit schwer erscheinen, aber es ist möglich.

Ich bin mir auch sicher, dass Gott sich freut, wenn wir innehalten, auf unser Leben blicken und sehen, was in uns und unserem Leben noch für neue Möglichkeiten stecken. Bestimmte Orte und Bilder helfen mir dabei, weil sie die Weite unseres Lebens mit all den Möglichkeiten zeigen die wir als
Geschöpfe haben: kreativ, lebendig, mit allen Sinnen lebend sein. Manchmal sind das Orte wie die faszinierenden Steinformationen in der Sächsischen Schweiz, aber manchmal reicht auch der Sonnenaufgang am Bostalsee.





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