09. Mai 2021

EKD-Synode: Anna-Nicole Heinrich wird neue Präses


Anna-Nicole Heinrich ist neue Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die digital tagenden Synodalen wählten sie in ihrer konstituierenden Sitzung zur Vorsitzenden der 13. Synode. Mit einem Alter von 25 Jahren ist Heinrich die jüngste Präses in der Geschichte der EKD-Synode.

Auf Anna-Nicole Heinrich entfielen 75 von 126 abgegebenen Stimmen. In ihrer Vorstellung betonte sie: „Als Präses der EKD-Synode stehe ich für eine hoffnungsvolle, integrierende und pragmatische Kirche, die sich immer wieder neu entdeckt.“

Sie ist von der Ev.-Luth. Kirche in Bayern in die EKD-Synode gewählt worden. Zuvor war sie Jugenddelegierte der 12. Synode der EKD. Heinrich hat Philosophie an der Universität Regensburg studiert. Seit 2019 hat sie die Masterstudiengänge Digital Humanities und Menschenbild und Werte belegt. Heinrich ist stellvertretende Vorsitzende der evangelischen Jugend in Deutschland e.V. (aej).

Sie stehe für eine „hoffnungsvolle, integrative und pragmatische Kirche“ kündigte Heinrich an. „Auch ein bisschen ehrfürchtig“ blicke sie auf die sechs Jahre an der Spitze der Synode: „Es ist eine große Aufgabe“, so die Präses. Ein wichtiges Thema sei die Umsetzung der Zukunftsprozesse. „Wir müssen das Paket, das die letzte Synode geschnürt hat, jetzt aufnehmen und mit den Erfahrungen aus der Pandemie-Zeit verbinden.“

Heinrich folgt Irmgard Schwaetzer als Präses, die das Amt seit November 2013 ausübte. Schwaetzer war von 1980 bis 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages. Von 1987 bis 1991 war sie Staatsministerin im Auswärtigen Amt, anschließend bis 1994 Bundesministerin für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau. Seit 2009 gehört Präses Schwaetzer der Synode der EKD an, ebenso der Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen in der EKD.

Als Vizepräsides wurden die Greifswalder Pädagogin Elke König und der lippische Superintendent Andreas Lange gewählt. Beide hatten das Amt auch in der vorangegangenen Synode inne. Beisitzer bzw. Beisitzerinnen im Präsidium wurden Prof. Uwe Becker (Ev. Kirche im Rheinland), Andrea Bleher (Ev. Landeskirche in Württemberg), Gabriele Hoerschelmann (Ev.-Luth. Kirche in Bayern) und Marten Siegmund (Ev.-luth. Landeskirche Hannovers).





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