19. März 2021 - 14:00 Uhr
Klaus Künhaupt zu einem aktuellen Thema:

Eine wahre Corona Geschichte


Sie haben drei Kinder. 4,6,9. Immer in Action, witzig. Sie kommen gern mal einfach bei der netten Nachbarin vorbei und erzählen das Neueste.

 

Eines Tages kam einer aus der Kita heim, kratzen im Hals. Erkältung. Der Coronatest war positiv, und da ging es auch schon bei den anderen los. Die drei Kinder waren relativ schnell über den Berg. Aber Mama und Papa ging es immer schlechter. Sie konnten sich kaum noch auf den Beinen halten, aber die Kinder waren im Haus. Quarantäne. Die nette Nachbarin konnte die Jungs nicht zu sich nehmen. Sie stellte Suppe, Brötchen und Bilderbücher vor die Tür, aber da drinnen musste es ohne Hilfe gehen. Und dann die Angst der Eltern. Wenn es schlimmer wird, wenn wir ins Krankenhaus müssen, kommen die Kinder dann in ein Heim? Und im schlimmsten Fall?

Eine wahre Geschichte. Kein allzu schwerer Verlauf. Sie ist Alltag hinter deutschen Haustüren.

Ich bete für die drei und für alle, denen es ähnlich geht.

Guter Gott, gib den Eltern genug Kraft, Liebe, Hoffnung. Lass sie bald genesen. Bewahre sie. Für die Nachbarin, die vor der Tür steht und so gerne helfen würde. Für die Kinder: Um viel mehr Geduld und Vernünftigkeit, als man von ihnen verlangen darf.

Für die aber auch, die immer noch meinen, Corona sei nur ein Schnupfen.

Dein Arm ist länger als unserer. Wo unsere Kraft endet, fängst du erst an. Und wenn wir in der Wohnung mit den drei Kindern und im Kopf der Corona-Leugner auch nichts ändern können: Wir glauben fest, dass Du es kannst.





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