20. Juli 2021

Ministerpräsident bei Besuch in Brebach-Fechingen: „Großer Zusammenhalt in der Gemeinde“


Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat im Rahmen seiner Sommertour Station im Gemeindezentrum Brebach der Kirchengemeinde Brebach-Fechingen gemacht. Im Mittelpunkt stand die Begegnung mit Pfarrer Josef Jirasek sowie Mitgliedern des Presbyteriums, Diakonie-Mitarbeiter und Ehrenamtlichen der Gemeinde

Gemeinsam besichtigten sie das Gemeindezentrum Brebach. Von einigen Immobilien musste und muss sich die Kirchengemeinde trennen, aber dafür soll das Gemeindezentrum als Herzstück in jedem Fall erhalten bleiben. Hier finden vielfältige Aktivitäten statt, natürlich Gottesdienste im fünfeckigen Kirchsaal, aber bei weitem nicht nur. So gibt es etwa das „Vier-Sinne-Dunkel-Café“, ein Café in völliger Dunkelheit, an dem blinde und sehende Menschen gemeinsam mitwirken. Dort kann man auch einen Parcours absolvieren, versuchen, Dinge am Geruch zu erkennen oder zu ertasten. Zahlreiche Gruppen und Kreise treffen sich im Gemeindezentrum, aktuell soweit es Corona zulässt. Das ist Teil des Nutzungskonzepts.

Wichtig sei, dass das Haus offen stehe für alle Gruppen aus Brebach und Fechingen, die es nutzen möchten, unabhängig von ihrer Religion, betont Axel Niederländer, Baukirchmeister der Gemeinde. Schon jetzt sei das Gebäude wichtig für die Infrastruktur in Brebach. „Unser Ziel ist es, das Haus mittelfristig allen Bürgern anzubieten“. Inzwischen sei das Gebäude von 1973 aber in die Jahre gekommen. Um es auch längerfristig gut nutzen zu können, seien nun verschiedene bauliche Anpassungen notwendig, etwa im energetischen Bereich. Eine Fotovoltaik-Anlage soll aufs Dach, die Elektrik überarbeitet werden. Viel Arbeit, aber eine, die sich auszahlen wird, da sind sich die Brebacher sicher.

„Wir sind eine sehr aufsuchende Gemeinde“, sagt Josef Jirasek, Pfarrer der Kirchengemeinde. Gerade in Corona-Zeiten war es ihm und den vielen Ehrenamtlichen der Gemeinde ein Bedürfnis, zu den Menschen zu gehen. Alle Gemeindeglieder hätten im vergangenen Jahr besucht werden können, erzählt er sichtlich stolz. Nun steht die Kirchengemeinde vor einem Umbruch, weil er Ende Juli in Ruhestand geht. Wer nachfolgt, ob überhaupt wieder ein Pfarrer nach Brebach kommt, ist zum jetzigen Zeitpunkt offen.

Zu dem Profil der Kirchengemeinde passt die enge Zusammenarbeit, die zur Gemeinwesenarbeit der Diakonie Saar gepflegt wird. Die betreibt in einem Raum des Gemeindezentrums einen Jugendclub. Im Moment werden gemeinsam niedrigschwellige Impfaktionen realisiert. Denn in Brebach gebe es „große Vorbehalte“ vor der Corona-Impfung, erklärt Christiane Poersch, Koordinatorin am Diakonie-Standort Brebach. Durch Gespräche versuchten die Diakonie-Mitarbeitenden, den Menschen die Ängste vor der Impfung zu nehmen.

Ministerpräsident Tobias Hans zeigte sich erfreut über den großen Zusammenhalt in der Kirchengemeinde und im Presbyterium, das vieles in der Arbeit trage. Abschließend bedankte er sich bei allen Haupt- und Ehrenamtlichen für die geleistete Arbeit.





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