07. September 2020

„Silence for future“ - Haus der Stille richtet sich auf ökologische Spiritualität aus


Mit Rebenfrüchten, Gesang, achtsamem Schweigen und Entdecken von Schätzen im Garten: So hat das Haus der Stille am Freitag, 4. September, den Ökumenischen Schöpfungstag gefeiert.

Stellvertretend für das 18-köpfige Team und die Arbeit des Meditations- und Einkehrzentrums mit rund 110 Kursen im Jahr kam eine Handvoll Mitarbeiterinnen im Gartenlabyrinth zu einer Andacht zusammen. Bei „silence for future“ war ein Ritual zentral: Die Teilnehmenden gingen im großzügigen Garten auf die Suche nach einem Teil der Schöpfung, das sie persönlich besonders ansprach – etwa eine Wildblume, ein bemooster Stein oder ein Zapfen. Zurück im Kreis teilten sie ihre Erfahrung. Dabei wurde deutlich, wie sehr wir Menschen in Natur und Schöpfung eingebunden und in viele Richtungen abhängig sind. „Wer die eigene Verbindung mit Gottes Schöpfung wirklich mit allen Sinnen spürt, kann gar nicht anders, als sich achtsam und respektvoll in ihr zu verhalten“, sagt Pfarrerin Irene Hildenhagen, die das Haus der Stille leitet. Gesang, Gebet, Stille und achtsamer Genuss von Weintrauben und Brot rahmten das Ritual ein.

„Silence for future“ ist der Beitrag des Hauses der Stille im Konzert der verschiedenen gesellschaftlichen Initiativen für eine gerechtere Wirtschaftsordnung und Lebensführung. Mit diesem leisen Schöpfungstag hat sich das Team des Hauses der Stille auf das Thema „Ökologische Spiritualität“ ausgerichtet. Diese Haltung tiefer zu ergründen und einzuüben, ist der Fokus des Meditationszentrums in den kommenden drei Jahren. Im Kursprogramm 2021 widmen sich sieben Kurse schwerpunktmäßig dem Thema. Der Kurskalender 2021 steht als pdf online zum Download bereit: www.haus-der-stille-rengsdorf.de. Aber auch in der eigenen Wirtschaftsweise möchte das Haus, wo schon seit Anbeginn aus ökologischen Gründen vegetarisch und saisonal gekocht wird, noch konsequenter fair und nachhaltig agieren – etwa bei der Beschaffung von Lebensmitteln und Büromaterial.

Das Motto des rund um den 4. September weltweit von Christen und Christinnen begangenen Schöpfungstages ist 2020 „(W)Einklang“.  Dieses mehrdeutige Kunst-Wort weist darauf hin, wie wir Lebewesen immer wieder Früchte der Schöpfung genießen dürfen – gratis. Der Wein zeigt besonders, dass Maß zu halten ist, wenn der Genuss gut tun soll. Das erinnert daran, in der eigenen Lebensweise die Harmonie mit anderen Geschöpfen immer im Blick zu behalten.





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